PROferendariat - ein Glückliches REferendariat

Der Referendar als Baumeister seines PROferendariats

Worum geht es?

Ausbildung ist eine prägende Zeit im Leben, weil mit dem Lernen immer auch die damit verbundenen Gefühle mitgelernt werden. Deshalb soll diese Phase eine gute Zeit sein, in der der Lernende sich ganzheitlich und in seiner Selbstwirksamkeit erlebt.
Glück liegt in der Art und Weise wie man Dinge gestalten darf und welche Rolle man dabei einnimmt. Im Glücklichen Referendariat entsteht eine neue Haltung dem Stoff, dem Lernenden und dem Lehrenden gegenüber. Dem liegt eine bestimmte Auffassung von Bildung zugrunde, die weder objektiv richtig noch besser als andere sein möchte.

Aus einer systemisch-konstruktivistischen Sicht kann Wissen prinzipiell nicht von außen verabreicht werden. Die Gedanken sind frei, auch Wissenskonstruktionen: Kein Lehrer kann bestimmen, was ein Schüler denkt. Der Lernende entscheidet, was gelehrt wurde.



Was ist das Ziel der Ausbildung?

An erster Stelle steht Persönlichkeitsentwicklung. Es wird nicht versucht dem Referendar etwas beizubringen, das ist vom konstruktivistischen Ansatz her nicht möglich. Er muss sich vielmehr selbst aufbauen.

Und es geht um eine andere Sichtweise auf Unterricht, Bildung und Ausbildung: Wissen wächst von innen. Lernen braucht geeignete Bedingungen für Wachstum, Anregungen und Irritationen. Deshalb werden die Inhalte dieser Lehrerausbildung nicht fremdbestimmt vorgegeben, sondern der Referendar sucht sich seine eigenen „Baustellen“ bzw. Dozenten aus. Der Lernende gestaltet aktiv seine eigene Lernumgebung mit. Dies gilt sowohl für die Referendare in der Ausbildung als auch für ihre späteren Schüler.

Wie baut sich diese Lehrerbildung auf?

Vorab: Das Glückliche Referendariat ist alles andere als einfach. Es ist auch kein „leichtes“ Referendariat, sondern verlangt hohen persönlichen Einsatz.

Aufgabe des angehenden Lehrers ist es, aus einer Vielzahl von möglichen Bausteinen sein persönliches Referendariat aufzubauen – er wird Baumeister seiner eigenen Lehrerausbildung. So entstehen verschiedene, sinnvolle Referendariate.

Das Glückliche Referendariat entsteht

  • aus einer bestimmten Anzahl von wählbaren Theoriebausteinen an unter-schiedlichen Orten mit verschiedenen Dozenten, d.h. aus Seminaren zu un-terschiedlichen Themen, Fächern und Jahrgangsstufen aller Schularten
  • aus Praxisbausteinen, d.h. selbstständigem und begleitetem Unterricht an Partnerschulen

Stundenumfang und Dauer der Ausbildung in Theorie und Praxis sind vergleichbar mit der staatlichen Lehrerausbildung, Teilzeitmodelle sind möglich.



Wer sind die Ausbilder?

Das Dozententeam für die theoretischen Inhalte setzt sich zusammen aus Experten des Bildungsbereichs (Wissenschaftler, Pädagogen und Didaktiker aus Schulen und Hochschulen). Sie eint der Mut und die Freude Bildung für die morgige Wissensgesellschaft neu zu denken. Und sie sind dazu da, den Lerner im Gewohnten und Eingefahrenen zu stören, denn nur so geschieht echtes Lernen.

Während der Praxisphasen beraten erfahrene Lehrkräfte den Referendar.

Dieser wählt sich seinen persönlichen Mentor (einen der Dozenten oder einen Pädagogen der Partnerschule), der ihm während seiner Ausbildung Feedback gibt.

Was bringt das Glückliche Proferendariat?

  • Eine ausgezeichnete Lehrerausbildung, individuell auf den Referendar zu-geschnitten und auf ein breites Bildungsspektrum angelegt.
  • Einen Abschluss, vergleichbar mit dem 2. Staatsexamen. Eine staatliche Verbeamtung kann damit nicht erreicht werden.

Die erworbenen Fähigkeiten werden belegt durch ein Portfolio und ein Diplom, die zusammen als Grundlage für die Bewerbung an Schulen dienen.

Und die Finanzierung?

Der Referendar erhält für die Mitarbeit an seiner Partnerschule ein Gehalt, das etwa dem eines Referendars an einer staatlichen Schule entspricht. Zudem erprobt er sich in eigenverantwortlichem Unterricht, den er mit seinem Coach reflektiert. Die Kosten für den theoretischen Teil der Ausbildung bezuschusst die Partnerschule mit 95%. Etwa 1000.- Euro trägt der Referendar selbst.

Wann geht es los?

Im September 2018

Wo gibt es weitere Informationen und wo kann ich mich bewerben?

Für Dozenten und Studenten: Kontakt